Wie startet man eine Briefmarkensammlung?

Wie startet man eine Briefmarkensammlung?

Sie ist eine der wohlbekanntesten Sammelleidenschaften und Gegenstand vieler, nicht unbedingt immer zweideutiger, Wortspiele. Die Rede ist von der Briefmarkensammlung.
Während wir uns mittlerweile in einer Zeit befinden, in der man Briefmarken mit eigenen Motivwünschen drucken lassen kann, wird gleichzeitig immer weniger von Hand frankiert. Dementsprechend schwierig wird es auch, heutzutage als Neueinsteiger noch in diesen Gefilden mitzumischen. Darum klären wir nun auf, wie man dabei am besten vorgeht.

Eine Briefmarkensammlung starten – das braucht man dazu

Nicht immer möchte man einen möglichst hohen monetären Wert erreichen. Oft gefallen auch einfach nur die Motive auf den Marken und die gilt es zu sammeln. Im Vorhinein muss sich ein Sammler darüber im Klaren werden, auf welche Länder er sich beschränken möchte. Es ist immer möglich, die Sammlung zu einem späteren Zeitpunkt zu erweitern, jedoch wird man anfangs kaum zu etwas kommen, wenn man nicht nach einer gewissen Ordnung arbeitet.

Als nächstes ist es ratsam, sich einen Briefmarkenkatalog des jeweiligen Landes zu organisieren. Oder auch online nach derartigen Indexierungen zu suchen, nur wird man hier eher wenig Erfolg damit haben. So kann man dann die Briefmarken chronologisch nach ihrem Erscheinungsdatum sortieren.

Wer nicht von einem Katalog Gebrauch machen möchte, kann sich auch stets die Jahreszahl auf der Marke ansehen und dann hiernach sortieren. Das obliegt letzten Endes jedem selbst.

Die Grundausstattung, um eine Briefmarkensammlung zu beginnen

Damit man direkt loslegen kann, sollte man sich folgende Utensilien zulegen:
• Ein oder zwei Briefmarkenalben (gibt es in verschiedenen Stärken)
• Eine Pinzette
• Eine Lupe
• Eine Schüssel sowie ein Tuch zum Ablösen der Marken

Wie man Briefmarken ablöst

Besonders zu Beginn braucht es Kiloware, damit man die Sammlung möglichst schnell erweitert. Das sind Eimer, die ein gewisses Gewicht an Füllmenge an Kuvert- und Kartonschnipseln erreicht haben, an denen sich Marken befinden. Diese müssen erst abgelöst und getrocknet werden, ehe man sie einsortieren kann. Das funktioniert folgendermaßen:

1. In einer Schüssel wird dazu lauwarmes Wasser eingefüllt.
2. Dann kommt eine Handvoll Papiere und Kartonstücke mit Briefmarken rein und wird unter Wasser getaucht.
3. Nun muss man einfach nur warten, bis sich die Briefmarken von selbst ablösen.
4. Abgelöste Marken werden mit der Pinzette rausgefischt und nebeneinander auf einem sauberen Tuch zum Trocknen abgelegt.
5. Es dauert eine Weile, bis sie trocken sind. Am besten lässt man das einfach über Nacht liegen.
6. Danach können die Marken mit der Lupe auf Schäden überprüft und in das Album einsortiert werden. Auch hierzu ist am besten die Pinzette anstelle der eigenen Finger zu verwenden!

Auf keinen Fall darf an den Briefmarken gezogen werden, damit sie sich ablösen, denn dabei könnten sie zerreißen. Außerdem ist buntes Papier mit Vorsicht unter Wasser zu tauchen. Das sollte nur einzeln gemacht werden, da sich die anderen Briefmarken dadurch nämlich verfärben könnten. Je nachdem, wie trüb das Wasser nach dem Ablösen ist, muss es dann gewechselt werden, ehe man sich den nächsten paar widmet.

Noch einfacher wird es, wenn man sich zum Start seiner Briefmarkensammlung zunächst ein komplettes Starterkit zulegt.

Ab wann werden Briefmarken wirklich wertvoll?

Mit Briefmarken verhält es sich so, dass man auch wirklich einen Sammler finden muss, der entsprechend bereit ist, eine größere Summe Geld anzubieten. Je seltener eine Briefmarke ist, umso begehrter wird sie natürlich. Im Fall von Österreich wären das zum Beispiel die Marken aus der Zeit der Krone, genauso wie in Deutschland aus der DDR.
Wer selbst Marken einkaufen möchte, um schnell die Sammlung zu erweitern, sollte auch hier immer auf Angebote mit Kiloware setzen. Aber Achtung, immer gut die Beschreibung lesen! Nicht, dass man am Ende einen Karton voller doppelter Marken erhält.

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