Wenn ein Hund in der Familie aufgenommen wird

Wenn ein Hund in der Familie aufgenommen wird

Einen Hund zu adoptieren, kann ein ganz wundervolles Gefühl sein. Man bereichert die Familie mit einem weiteren Mitglied und darf sich vom ersten gemeinsamen Moment an auf eine wundervolle Zeit miteinander freuen. Damit die Hundehaltung aber möglichst artgerecht bleibt, bedarf es einer gewissen Vorbereitung.

Einen Hund anschaffen – daran ist alles zu denken

Wer ein Haustier zu sich nimmt, übernimmt damit auch eine hohe Verantwortung. Tierbesitzer sind es schließlich, die Sorge dafür tragen, dass das Tier eine entsprechende Erziehung und gleichzeitig eine ausreichende Versorgung genießt.
Sämtliche Entscheidungen müssen für die Fellnase getroffen werden, die dadurch im Grunde keinerlei Macht über das eigene Leben hat. Etwas, das gewiss keine leichte Bürde ist.

Wichtige Grundgedanken und -informationen vor dem Hundekauf

• Hunde sind Rudeltiere und dabei auch äußerst sozial. Experten empfehlen, sie nie länger als vier bis sechs Stunden am Tag alleine zu lassen.
• Sie benötigen viel Zuwendung. Das fängt bei ausgiebigen Spaziergängen an und endet bei verschiedensten Spielen, um die Intelligenz des Kaltschnauzers zu fördern.
• Das durchschnittliche Alter eines Hundes beläuft sich auf 15 Jahre.
• Je nach Rasse kann es zu sogenannten Überzüchtungsproblemen kommen. So erkranken Berner-Sennen Hunde häufig an Krebs, während die kleinen Shitzus oft Probleme mit Augen und Sehkraft bekommen, je älter sie werden.

Die wichtigste Grundausstattung für einen Hund

Der Hund sollte sich natürlich direkt wohl in seinem neuen Zuhause fühlen. Daher gibt es ein paar Dinge, die bereits vor seinem Einzug gekauft werden sollten:
• Futter (Für Welpen gibt es spezielles Futter mit wichtigen Mineralien und Nährstoffen!)
• Halsband, Leine, eventuell ein Brustgeschirr
• Kotbeutel
• Ausreichend Futternäpfe zum regelmäßigen Wechseln
• Körbchen, Hundedecken
• Bürste, Kamm, Schere, Trimmer für die Fellpflege
• Nagelschere
• Etwas Spielzeug

Laufende Kosten von einem Hund

Ein Hund kostet je nach Zucht und Rasse rund 500 bis 1.000 €. Dabei kommt es auch immer ganz darauf an, welche ersten Impfungen und Untersuchungen durchgeführt wurden.
Neben dieser einmaligen Zahlung und den Anschaffungskosten für die zuvor aufgelisteten Dinge gibt es auch gewisse Posten, die regelmäßig anfallen werden. Hierzu zählen das Hundefutter und alle möglichen Leckerlies, Versicherungen und Steuern. Alles in allem kommt man auf jährliche Kosten in Höhe von rund 500 €.

Aber auch für mögliche Tierarztbesuche sollte ein dementsprechendes Budget vorhanden sein. Eine lebensnotwendige Operation kann sich auf Kosten von bis zu 1.000 € belaufen, während eine Röntgenaufnahme mit der Gabe von Schmerzmitteln mit rund 100 € zu Buche schlagen wird.

Das Ding mit dem Sachkundenachweis

Der Sachkundenachweis ist im Grunde ein Befähigungsnachweis von Hundehaltern, dass sie geistig wie körperlich dazu in der Lage sind, ihren Hund zu führen. Er stellt unter Beweis, dass der jeweilige Tiermeister über ausreichende theoretische Kenntnisse zur Hundehaltung verfügt, um auch einen besitzen und erziehen zu können. (weitere Tipps zum Thema Hundeerziehung)

Ob ein solcher Befähigungsnachweis notwendig ist, um einen Hund zu adoptieren, ist von einer Gemeinde zur nächsten ganz unterschiedlich. In Berlin zum Beispiel herrscht eine Pflicht zum Sachkundenachweis, um einen Kaltschnauzer halten zu dürfen.

Dieser Nachweis begrenzt sich im Übrigen nicht auf eine dezidierte Hunderasse und ist dann für jede Rasse abzulegen.

Die richtige Ernährung eines Hundes – was er keinesfalls fressen darf

Der Begriff des Dackelblicks kommt natürlich nicht von irgendwo. So niedlich die Tiere aber auch aussehen, wenn sie mit bettelndem Blick das Essen ihres Besitzers anfunkeln, so vorsichtig muss dieser aber auch sein. Es gibt ein paar Nahrungsmittel oder auch Inhaltsstoffe, die Hunde keinesfalls zu sich nehmen dürfen. Die Folgen könnte im schlimmsten Fall sogar lebensbedrohlich sein.

Zu den Lebensmitteln, die ein Hund nicht fressen darf, zählen:
• Schokolade
• Süßstoff bzw. Xylitol
• Avocados
• Teig; also auch Brot, Kekse usw.
• Rosinen oder Trauben
• Zwiebeln und anderes scharfes Gemüse

Klare Regeln in der Hundeerziehung festlegen

Zu guter Letzt gibt es natürlich auch ein paar wichtige Regeln, welche die Hundeerziehung betreffen. Bello mag schließlich noch so intelligent sein, unverschämt darf er weder gegenüber Fremden und schon gar nicht erst seinem Besitzer gegenüber sein. Damit es gar nicht erst so weit kommt, ist eine konsequente Erziehung notwendig.

Hunde brauchen eine strenge Hand, die sie führt. Sie müssen merken, wenn es ihr Besitzer ernst meint und sie nun aufs Wort hören müssen. Das klappt insbesondere dann sehr gut, wenn sie für korrektes Verhalten mit Worten gelobt oder mit Leckerlies belohnt werden. Es ist selbstredend, dass Gewalt dem Tier gegenüber keine Lösung ist, wenn er sich nicht richtig verhält. Stattdessen ist es viel besser, ihm zum Beispiel durch ein dafür erlerntes Kommando zu zeigen, dass man mit seinem Verhalten soeben unzufrieden ist.

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