Was man gegen Depressionen im Alltag tun kann

Was man gegen Depressionen im Alltag tun kann

Depressionen sind hart. Jeder dritte Deutsche hat schon einmal unter einer solchen leiden müssen und weiß daher selbst ganz genau, dass einfach kein Weg daran vorbeiführt, immer wieder aufs Neue dagegen anzukämpfen. Die Symptome kriechen uns bis in die letzte Körperzelle hinein. Eine Depression will uns daran hindern, das Gute im Leben zu sehen. Aus diesem Grund ist es besonders wichtig, im Alltag dagegen vorzugehen.

Scheitert man einmal und möchte man sich trotz allem am liebsten nur stundenlang im Bett verkriechen, um im Stillen vor sich hin zu leiden, dann ist das eben so. Es ist ohnehin nicht zu ändern, wenn eine solch schwierige Phase eintritt. Dann lieber den Moment akzeptieren und Kraft sammeln, um einen weiteren Gegenangriff gegen den Feind zu starten. Denn trotz allem sind Chancen auf Heilung da – und meist sind sie in Griffweite. Wir müssen nur die Hand ausstrecken, an uns selbst glauben und ein paar wichtige Tricks anwenden.

1. So viel Struktur wie möglich im Tag einbauen

Eine feste Struktur zu verfolgen gibt einem Betroffenen einfach das Gefühl, mehr Kontrolle und realistische Ziele für den Tag zu haben. Alleine schon mit dem Gefühl aufstehen, dass der Tag einen Sinn haben wird und genau das sind die Dinge, welche die Depression einem versauen möchte.

Es sollte einfach alles in so einer Struktur miteingeplant werden, was wichtig ist. Von verschiedenen Mahlzeiten weg, bis hin zu Dingen, die Spaß und Entspannung bereiten.

2. Sich Zeit für Hobbys nehmen

Auch, wenn man sich aufgrund der Depression momentan nicht danach fühlt, dem nachzugehen, was man noch vor Tagen oder gar Wochen einmal als Hobby bezeichnet hätte. Es ist wichtig, denn tut man etwas, worauf man zwar absolut keinen Bock drauf hat, um dann kurze Zeit später schon überrascht festzustellen, dass man ja doch irgendwo seinen Spaß dabei hat, wird unglaubliche Motivation aufsteigen.

Innerhalb kürzester Zeit fühlt man sich dabei dann plötzlich so gut, dass man nicht mehr versteht, wieso die Motivation davor überhaupt gefehlt hat. Noch eine Sache, die typisch für Depressionen ist!

3. Eine kleine Box für die ganz schlechten Tage

Manchmal hilft gar nichts, auch nicht der längst Anlauf dazu, um motiviert in den Tag zu starten. Dann sollte man dem einfach nachgeben und sich zurückziehen. Es lohnt sich, für solche Tage eine kleine Hilfsbox vorzubereiten, in der man alles eingepackt hat, was einem seelisch gut tut.

Das mag eine Flasche des Lieblingsgetränks sein, auch ein Snack und ein Buch, in das man sich ganz besonders hineinsteigert. So schafft man dann zumindest noch ein kleines Highlight für diesen schrecklichen Tag.

Man muss sein Gehirn einfach daran erinnern, dass man auch Spaß am Leben hat.

4. Sich über die Ursachen der unterdrückten Wut klar werden

Viele Menschen mit Depressionen haben nicht vordergründig mit Trauer zu kämpfen, sondern dem subjektiven Glauben, überhaupt nicht zu fühlen. Das geht oftmals auf unterdrückte Gefühle zurück, bei denen es sich in erster Linie um Wut und andere negative Emotionen handelt.

Das kann zum Teil von ungesunden Verarbeitungsmechanismen kommen, oder aber von einem langanhaltenden Ereignis aus der Kindheit, von dem man sich nach wie vor beeinträchtigt fühlt.

Irgendwann erreichen Depressive nämlich einen Punkt, in dem diese negativen Gedankengänge völlig automatisch abzulaufen beginnen. Das äußert sich dann in typischem Schwarz-Weiß-Denken, in übermäßiger Generalisierung, einer Art mentalem Filter und dem Ausblenden sämtlicher positiver, wie negativer Interpretation. Mit anderen Worten, man wird einfach gefühlskalt.

Dieses übertriebene Labeling muss ein Ende finden. Ein Teil der Depressionsbekämpfung ist daher die Verarbeitung. Daher ist es auch erst so wichtig, sich über mögliche Ursachen klar zu werden. Indem man nach und nach lernt, damit umzugehen und dieses ungesunde Verhalten abzustellen, schafft man auch eine langanhaltende Lösung, um gesund zu werden.

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