Inbetriebnahme einer Bierzapfanlage – so startet man richtig!

Inbetriebnahme einer Bierzapfanlage – so startet man richtig!

Nicht nur zu Festen ist es wichtig, dass man eine fachgerechte Inbetriebnahme einer Bierzapfanlage durchführen kann. Schließlich schmeckt frisch gezapftes Bier stets besser als seine Verwandten aus Glasflasche oder Dose. Die korrekte Erstinbetriebnahme ist oft gar nicht so schwierig, wie man zunächst noch glauben mag. Es braucht nur wenige Schritte dazu.

Eine Bierzapfanlage in Betrieb nehmen – so geht’s

  • Damit alles so abläuft, wie es soll, muss der Durchlauferhitzer mindestens eine Stunde vorher an den Strom angeschlossen werden. Macht nichts, denn in der Zeit kann ja ohne Weiteres noch ein wenig entspannt werden. Wichtig ist, dass man dabei auch gleich die Kühlleistung der Temperaturkonsole auf die maximale Stufe stellt.
  • Nach einer Stunde geht es weiter – dann darf der Druckminderer an die Kohlensäureflasche angeschlossen werden. Zwar lässt sich die Schraubenmutter ganz einfach mit der Hand andrehen, es empfiehlt sich aber selbstverständlich, noch einmal mit etwas Werkzeug nachzuhelfen und das Ganze ein wenig festzuziehen.
  • Danach wird der Hahn des Druckminderers geschlossen. Im Anschluss darf die Kohlensäureflasche schließlich aufgedreht werden und der Druck wird eingestellt. Im besten Fall auf zwei Bar. (Druck richtig einstellen)druckregler
  • Nun fehlen nur noch der Schlauch, der die Anlage mit dem CO2 verbindet und die Verbindung zwischen dem Druckminderer und dem Zapfkopf sowie der Zusammenschluss vom Bierschlauch an den Zapfkopf und den Kühler. Nachdem er an den Anschluss des Fasses befestigt worden ist, wird der Griff nach unten gedrückt.
  • Dann wird noch der Absperrhahn des Druckminderers geöffnet. Außerdem muss der Kompensator soweit eingestellt werden, dass dessen Durchfluss komplett geschlossen bleibt. Als letztes ist es noch wichtig, dass man ein erstes Bier ablässt und den Hahn dabei so lange geöffnet lässt, bis das Bier ganz rein in das Glas läuft. Beim Wechsel der Fässer wird zwischendurch noch ein Reinigungsfass angeschlossen, das griffbereit stehen sollte.
  • Dass man die Temperaturkonsole auf höchste Kühlleistung setzt, bevor es so richtig losgeht, trifft übrigens auch auf kleinere Zapfanlagen zu, die man sich direkt zu Hause aufstellen kann. Damit sorgt man dafür, dass man Bier in höchster Qualität genießt.

So findet man die richtige Zapfanlage für den eigenen Gebrauch

Nicht immer ist es einfach, sofort das richtige Gerät zum eigenen Vorhaben zu finden. Besonders, wenn es um das geliebte „kühle Blonde“ geht, möchte man doch eigentlich skeptisch sein und sich nur das Beste vom Besten gönnen, nicht wahr?
Was sollte man also vor dem Kauf beachten? Es ist wichtig, zu wissen, was genau man denn eigentlich haben möchte.

  • Wie viele Liter soll es umfassen? Denn bei den Fassgrößen gibt es ja fünf als auch sechs Liter, die man dann in das Gerät verfrachten kann.
  • Soll es ein mobiles Gerät sein, um es zum Campen mitnehmen zu können?
  • Soll eine große Auswahl an Biersorten möglich sein?
  • Welche Technik soll denn verwendet werden? Luftdruck oder doch das klassische CO2? Und wie viel werden Ersatz-Patronen für das CO2 kosten?
  • Wie viel Stromverbrauch darf das Gerät haben?
  • Wo wird es hingestellt; wird es viel Platz brauchen? Und wie viel Platz darf es brauchen?

Solche Dinge sind in der Regel schnell abgeklärt und dann kann es schon auf zum Kauf gehen. Während es durchaus praktisch sein kann, sich Ratgeber als auch Testberichte durchzulesen, ist es bestimmt kein Fehler, sich so eine Zapfanlage einmal im Laden genauer anzusehen und sich unter Umständen auch beraten zu lassen.

Die Zapfanlage soll nur privat genutzt werden: In so einem Fall ist es absolut kein Problem, eine kleinere zu verwenden, die ein Volumen von den kleinsten handelsüblichen Fässern umfassen kann. Auch bei einem Grillfest oder beim Zusammentreffen mit Freunden, um sich das Fußballspiel anzuschauen, leisten Geräte aus dieser Größen- und Preisordnung ganz ordentliche Dienste.

Und wenn dann Mal ein großes Fest ansteht: Hier könnte es schon zum Problem werden, aber für den großen Gebrauch, bei dem während einem Abend schnell Mal Biergläsermengen im dreistelligen Bereich über die Theke gehen sollen, kann man sich solche Anlagen auch ausleihen. Es ist lediglich die Frage, ob es bei einem einmaligen Fest bleiben soll oder ob man vorhat, ständig ein regelrechtes Zeltfest zu veranstalten.

Hier noch ein Video, wie man mit einer neuen Zapfanlage startet:

Gründe für und gegen eine Zapfanlage

Besonders, wenn man vor dem Kauf einer eigenen Bierzapfanlage steht, ist es wichtig, sich darüber klar zu werden, was man sich von dieser Gerätschaft eigentlich erwartet und wo die eigenen Prioritäten liegen. Es gibt selbstredend einige Vor- sowie allerdings auch Nachteile, die so eine eigene Zapfanlage mit sich bringt.
Gründe dafür:

  • Abwechslung garantiert. Es sind alle Sorten möglich, die es als kleine Fässer gibt. Und das sind schließlich nahezu alle, die es momentan auf dem Markt gibt.
  • Toller Eindruck bei (Grill-)Partys. Bei Einladungen an Freunden ist der Spaß und die Faszination durch das frische Bier gesichert.
  • Ständige Kühlung. Das Gerät kühlt das Bier natürlich und das freilich über Stunden und Tage hinweg.
  • Alternativen möglich. Man ist nicht unbedingt daran gebunden, sich an Bier zu orientieren, das es nur hierzulande gibt. Besonders Fässer mit solchen Füllmengen erhält man entgegen Flaschen- sowie Dosenvarianten oft schon günstig im Internet.

Gründe dagegen:

  • Sie ist ständig im Betrieb. Ist das Fass angeschlossen, muss die Anlage ständig in Betrieb sein.
  • Die Reinigung. Wie andere Geräte muss auch eine Zapfanlage regelmäßig gereinigt werden.
  • Die Lautstärke. Denn das Gerät macht natürlich einen gewissen Betriebslärm, der als störend empfunden werden kann. Abschalten sollte man die Geräte nämlich nicht, denn dann würde das Bier warm werden.
  • Eine hohe Biermenge. Im Gewerbe werden große Fässer mit dem Hinweis versehen, diese nach möglichst drei bis vier Tagen zu leeren.
  • Ein Fass kostet zwischen 10 und 13 €, natürlich abhängig von örtlichen Aktionen. Im Gegensatz dazu kostet eine Kiste mit 24 Flaschen knapp 14 €. Dazu kommen selbstredend noch die Anschaffungskosten der Anlage, für die man erst einmal einige Fässer leeren muss, um diese Kosten wieder eingespart zu haben.

Wie reinigt man eine Bierzapfanlage?

Bereits schon wegen der hygienischen Gründe, die damit verbunden sind, sollte man seine Zapfanlage regelmäßig reinigen. Das muss nicht schon bei jedem Fasswechsel sein, da man im privaten Gebrauch schließlich kleinere Mengen zum Einsatz bringt, als bei industriellen Anlagen. Wenn man seine kleine Zapfanlage oft im Freien benutzt, sollte die Reinigung allerdings durchaus öfter vorgenommen werden.
Was benötigt man, um die Zapfanlage richtig zu reinigen?

• Ein sauberes, feuchtes Tuch
• Lauwarmes Wasser

Bedienungsanleitung zur Hand

Mehr braucht man zunächst dazu nicht, da die Anlage ein wenig dabei zerlegt wird. Optimaler Weise findet so eine Reinigung natürlich während dem Wechseln zweier Fässer statt, damit davon nichts verloren geht. Mit dem Tuch und Wasser kann man die Anlage natürlich zwischendurch auch immer reinigen. Zusätzlich dazu sollte nach jedem Zapfvorgang die Abtropfschale gereinigt werden. Dazu gehört auch, dass man die Auffangschale säubert und das darin angesammelte Bier regelmäßig ausschüttet. Vor allem, da sich sonst schnell ein eindringlicher Geruch verbreitet, der von Gästen und Mitbewohnern als störend empfunden werden könnte.

Vor allem, wenn man die Anlage im Zusammenspiel mit mehreren Gästen verwendet hat, bietet es sich an, direkt eine größere Reinigung durchzuführen. Die Einzelteile reinigt man entweder, indem man sie händisch mit fließendem, warmen Wasser bearbeitet oder indem man sie in den Geschirrspüler gibt. Dabei ist es wichtig, dass man sich zunächst durch die Bedienungsanleitung erkundigt, ob die einzelnen Bestandteile dafür geeignet sind.

Den Zapfhahn reinigt man in jedem Fall am besten händisch, da schließlich auch dieser regelmäßig mit dem Bier in Verbindung kommt. Herkömmliches Spülmittel ist in Ordnung, aber wie auch bei Geschirr ist es wichtig, im Nachgang unbedingt mit klarem Wasser durchzuspülen, um so zu vermeiden, dass Rückstände von dem Mittel im Inneren des kleinen Rohrs bleiben.

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